Herne

Dicke Menschen mit blauem Schal – Frauen die ihre Töchter als Shanaya beschimpfen und die grandiosen Flottmannhallen

Tag zwei im Ruhrgebiet: Nach einer sehr gemütlichen Nacht auf der Couch von Laura Reichel und einem entspannten Kreativtag ging es Nachmittags nach Herne.
Am Hauptbahnhof von Herne eröffnete sich mir das Grauen. Ein Hauptbahnhof, an dem im Prinzip nichts hält, ohne Anzeigetafel und dem Schild WC, dass einfah nach draußen führt. Herne ist ein Open-Air Klo.
Dafür aber hat man die Flottmannhallen in denen ich das wohl fairste und konsequenteste Publikum bespaßen durfte, dass ich je gesehen habe!
Trotz meinem tollen Startplatz (1.) urteilte das Publikum durch die komplette Vorrunde fast ohne große Aussetzer. Zwar hat es am Ende nicht fürs Finale gereicht, aber ich komme wieder.
Die Rückfahrt war ebenfalls sehr gut. Voll mit gesundem Essen, dem Mühlenbeck als Fahrer und pickepacke voll von tiefsinnigen Gesprächen über Ponys, verlassen werden und Sepiafarben.
Quatsch.

Ich fahre jetzt nach Emden und habe den Sascha Mühlenbeck im Gepäck. Welch Überraschung. Ihr hört von mir, morgen gehts zu Punkt 11!
Ich freu mich
Euer Seb

Kulturstadt Recklinghausen

Recklinghausen ist eine der Städte, in denen es nur weniges zu tun gibt, wenn man aus dem Zug steigt: Erbrechen oder gleich in den nächsten Zug steigen und weiterfahren.

Gestern Allerdings gab es hier Poetry Slam. Wahrscheinlich eine der wenigen Kulturveranstaltungen in diesem beschaulichen Ort. Das LineUp war sehr vielversprechend: Neben Sushi dem Slamfish, Johannes Floehr und Armin Sengbusch (manche mögen ihn unter dem Namen Schriftstehler kennen) waren da noch dieser Tobi Katze von dem alle reden und Laura Reichel. Achja. Und ich.

Der Slam war in zwei Vorrunden eingeteilt: Aus den beiden Gruppen sollte jeweils einer ins Finale einziehen. Sartplatz 1 hatte der Schriftstehler und legte mal eben 36 von 40 Punkten aufs Parkett. Dieses galt es auch für mich zu überbieten. Nach 4 anderen Poeten durfte dann endlich auch ich auf die Bühne und schaffte es ebenfalls 36 Punkte einzusacken. Vielleicht weil ich singe? Ich weiß es nicht.
In der zweiten Vorrunde gelang es Sushi halb gefreestyled mit (überraschung!) 36 Punkten ebenfalls seine Finalteilnahme zu sichern.

Das Finale stand an: Schriftstehler, Sushi, Seb.
Sushi begann, ich fuhr fort, Schriftstehler haute uns raus.
Glückwunsch zum Sieg nochmal an dieser Stelle!

Tourauftakt und gleich Platz 2 – ich bin sehr zufrieden.

Grüße aus Dortmund von einer unglaublich bequemen Couch

Euer
Seb 

Ereignisreiche Woche

Liebe Freunde!
Das erste mal probiere ich es aus, ich teile euch mobil mit, was passiert!
Ich bin im Moment auf dem Weg zu meinem geschätzten Kollegen Sascha Mühlenbeck, wir haben heute unsere große Pressekonferenz und alle werden da sein: Bild, Zeit, Weser-Kurier, die Times! Und warum? Weil der konservativ erotische Männergesangsverein am Samstag eine Stunde Programm macht! Wow!
Vorher geht es aber noch (für mich) nach Recklinghausen und am Freitag Abend nach Emden! Das wird ein Spaß!
Seid dabei!
Euer Seb!

Bremen hat wieder einen Indianer

Das erste mal in meiner Slam Karriere musste ich mich im K.O.-System mit den anderen Poeten messen. Das war für mich eine wirklich neue Erfahrung.

8 Slammer im LineUp – immer 1 gegen 1 – vier im Viertelfinale, anschließend Kampf um Platz 3 und das große Finale.

 Bevor ich überhaupt nach Essen fuhr schwirrten mir Sätze im Kopf herum wie „Wenn das Essen ist, wie muss dann erst Kotzen aussehen“ und all solche Vorurteile – aber ich wollte mich davon nicht beeindrucken lassen und fuhr trotzdem hin. Und es hat sich wirklich gelohnt!

Nicht nur, dass der Slam eine echt tolle Atmosphäre hat, nein, das System an sich finde ich sehr interessant.

In der ersten Runde musste ich gegen Katharina antreten, konnte mich durchsetzen und landete im Viertelfinale. Dort durfte ich gegen Nina Pale ran, die „nur für Sebastian“ Mädchenlyrik machte – Wie nett. Im Finale konnte ich mich dann knapp gegen meinen Konkurrenten Jürgen durchsetzen und bekam wohl einen der einfallsreichsten Preise überhaupt: Pfeil, Bogen und eine Indianerperrücke. Nicht, dass man sich damit im Zug nach Hause bescheuert vorkommt.
Aber ich habe mich für das Finale in Essen qualifiziert – und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist dieses in der Stadthalle und die fasst rund 1000 Zuschauer. Ich freu mich drauf!

Das war eine echt schöne Woche für mich – Donnerstag in Lemwerder gewonnen und Samstag in Essen. Es kann gerne so weitergehen.

Übrigens gibt es etwas Neues im Bereich Termine:
Rheine ist in den Mai verschoben, Oldenburg feiert Slamformers Premiere!

Schöne Woche,
Euer
Seb

Lemwerder ist jetzt mehr!

Lemwerder kann mehr. Lemwerder will mehr sein. Lemwerder ist mehr.

Ich gebe zu, dieser Satz ist in gewisser Hinsicht bei Sascha ’the’ Mühlenbeck geklaut, aber er passt halt.
Bevor ich gestern mit meinem „neuen“ Teampartner in das beschauliche Örtchen auf der anderen Weserseite gefahren bin, gab es dort nie einen Slam. Da dachten sich die Veranstalter (Hut ab, das war sehr schön durchgeplant) wenn schon, dann laden wir „die erfolgreichsten Bremer Poetry Slammer 2011“ ein! Und so geschah es, dass wir nicht nur im offenen Wettbewerb antreten durften, sondern, dass KEMGV auch noch die Jury eichen durfte und das Opferlamm spielte. Aber das ist hier noch mal beschrieben.

Der Slam wurde von einem Neuling (nun ja, bis auf die beiden „Profis“ waren alle noch Slam-Jungfrauen, und auch sonst, aber das sind nur Vermutungen) eröffnet. Der war aber überraschend sicher! Dann durfte der „alte Mann“ des Abends ran – Mr. Ocean. Der Wal-Retter. Der Flamingo der Bremer Slam Szene: Sascha. 42,5 Punkte – BAAM! Das war ein Brett, dass es zu überbieten galt – Nichts leichter als das dachten MFA! Ein Rap-Trio und hauten 45 auf die Punktetafel.
Ich selbst wurde dann vom 48 Punkte einfahren. Aber das nur nebenbei. Kannst auf dem Bild sehen. Unten.

FINALE! Sascha packte einen Klassiker (für mich) aus – Jetzt schon ein Evergreen – Ich wollt einfach mal was nettes sagen.
MFA rappten sich und das Publikum um den Verstand und ich durfte eine Geschichte aus meiner Jugend erzählen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auf der Fensterbank im Klo steht nun ein Schaf. Erstmal. Bis ich einen geeigneten Platz für dieses Tier gefunden habe.

Wie fasse ich das alles in einem Satz zusammen?

Lemwerder – Das war mal

Lemwerder – Das ist jetzt mehr!

Schönes Wochenende!

Seb